Der Hund springt immer hoch - Was tun?

Springt ein Hund an Menschen hoch, so kann das einerseits sehr niedlich sein, andererseits aber auch lästig. Oft freut sich der Hund und zeigt so seine Freude, doch wird diese nicht immer erwidert. Besonders im Winter, wenn der Hund schmutzige Pfoten von Schnee und Matsch hat, aber auch zu anderen Jahreszeiten möchte man vielleicht nicht immer gleich seine Kleidung wechseln, wenn der Hund einen begrüßt hat. Ist es überhaupt eine Begrüßung, wenn der Hund hoch springt? Erfahren Sie hier mehr darüber!

Ein junger Hund springt hoch - Warum Welpen schon früh dieses Verhalten zeigen

Bereits im Welpenalter gewöhnen sich Hunde an, hochzuspringen. Das kommt daher, dass die Welpen so von ihrer Mutter die Nahrung bekommen. Die Mutter gibt den Kleinen das Futter mit der Schnauze und da die Welpen oft noch sehr klein sind, müssen sie hochspringen, um da ran zu kommen. Dieses Verhalten verfestigt sich und der Hund springt auch im späteren Alter hoch. Das hat dann wenig mit Nahrungsaufnahme oder Zuneigung zu tun, es ist schlicht ein antrainiertes Verhalten.

Ein älterer Hund springt hoch - Nicht immer ist es ein Spieldrang

Das oben erwähnte, antrainierte Verhalten kann sich in späteren Jahren auch in anderen Situationen zeigen. Auch wenn der Hund einer Forderung Nachdruck verleihen möchte oder aus Frust und Missbilligung, springt er hoch. Verschärfend kommt hinzu, dass gerade Leute, die keine Erfahrungen mit Hunden haben, dieses Hochspringen als Zeichen der Zuneigung missverstehen, und den Hund dann noch knuddeln oder streicheln. Solche Belohnungen machen es natürlich besonders schwer, dem Hund das Verhalten abzugewöhnen.

Tipps, damit der Hund nicht mehr hochspringt:  

1. Alternativverhalten antrainieren:

Springt der Hund hoch, sollte man sofort ein Kommando geben, beispielsweise „Sitz!“. Befolgt der Hund das Kommando, muss man ihn belohnen. So lernt der Hund mit der Zeit, andere Verhaltensweisen zu lernen

2. Belohnungen und Aufmerksamkeit vermeiden

Niemals sollte man den Hund streicheln oder mit ihm schimpfen. Springt der Hund hoch, ist es am besten, ihn zu ignorieren. Erst wenn er wieder mit allen Pfoten auf der Erde steht, sollte man ihn begrüßen.

3. Das Knie heben

Indem man das Knie hebt, kommt der Hund nicht mehr an einen heran. Doch Vorsicht: Sie sollten den Hund niemals treten oder ihm Schmerzen zufügen. Es geht lediglich darum, ihm den „Weg“ zu versperren und es ihm so abzugewöhnen, dass er hochspringt. Setzen Sie niemals Gewalt ein oder körperliche Züchtigung. Gerade bei dieser Methode ist es wichtig, zwischen Gesten und Schlägen (bzw. Tritten) zu unterscheiden.

Bachblüten können helfen

Damit der Hund ausgeglichener und ruhiger wird, kann man Bachblüten einsetzen. Manche Hunde sind sehr überdreht und es ist schwer, ihnen Kommandos beizubringen. Schreiben Sie mir am besten eine unverbindliche E-Mail und ich berate Sie gerne zu den Möglichkeiten, mit Bachblüten den Hund ausgeglichener und ruhiger werden zu lassen. Das erleichtert das Antrainieren bestimmter Verhaltensweisen und der Hund lernt schneller, dass wenn er hochspringt, sich nur sehr wenige Menschen darüber freuen.

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